DIE LINKE
© Roland Hägele
Starke KandidatInnen
Stuttgart, 16.7.2015, L.K. Am 13.3.2016 ist es wieder so weit: ein neuer Landtag wird in Baden-Württemberg gewählt. Bei der letzten Wahl gab es zwar einen Parteienwechsel in der Landesregierung, die neue grünrote Regierung brachte nach Ansicht der Linken jedoch nicht den erhofften und versprochenen Politikwechsel. Das soll nach der nächsten Wahl anders werden, DIE LINKE will diesmal den Sprung in den Landtag schaffen und hat dafür heute Ihre KandidatInnen für die Stuttgarter Wahlkreise I - IV gewählt, welche sind: Hannes Rockenbauch, Johanna Tiarks, Reiner Hofmann und Bernd Riexinger, den Parteichef der Linkspartei.
Mit Hannes Rockenbauch tritt im Wahlkreis I ein junger, aber bereits erfahrener Politiker an, der seit 10 Jahren für das parteifreie Bündnis SÖS (Stuttgart Ökologisch Sozial) im Stuttgarter Gemeinderat sitzt und Politik nach eigenem Bekunden mit Leidenschaft betreibt. „Es muss doch möglich sein, dass intelligente Lebewesen in der Lage sind, ohne Ausbeutung miteinander zu leben und auszukommen“. Er ist 35 Jahre alt, verheiratet, und hat eine kleine Tochter. Von Beruf ist er Architekt und arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit. Den Stuttgartern und auch weit über die Stadtgrenzen hinaus wurde er als Aktivist gegen des Bahnprojekt S21 bekannt; auch heute ist er nach wie vor der Auffassung, dass dieses Projekt nicht einfach weitergebaut werden darf, da die dringend erforderliche Verkehrswende damit nicht realisierbar sei. Seine Schwerpunkte liegen bei der Verkehrs- und Stadtplanungspolitik. Der amtierenden grünroten Landesregierung wirft er vor, dass ein demokratischer Aufbruch im Land vor der letzten Landtagswahl versprochen, danach jedoch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Rockenbauch ist der Überzeugung, Politik müsse vor Ort bei den Leuten, die sie betrifft, stattfinden.


Für den Wahlkreis II wurde Johanna Tiarks, 33 Jahre alt und allein erziehende Mutter eines Sohnes, aufgestellt. Als gelernte Krankenpflegerin sind ihr die Probleme in der Pflege und im Gesundheitswesen bekannt, darauf liegt ihr Schwerpunkt, ebenso auf der Situation Alleinerziehender, die dringend darauf angewiesen sind, dass es genügend Kitas mit flexiblen Öffnungszeiten gibt. Sie hält eine solidarische Bürgerversicherung sowie den Erhalt von Krankenhäusern durch entsprechende Investitionen für wichtig.


Reiner Hofmann, 63 Jahre alt, ehemals freigestellter Betriebsrat bei Porsche und daher natürlich auch Mitglied der IG Metall, wurde für den Wahlkreis III gewählt. Mit ihm zieht ein aktiver Linkspolitiker, der sich zeit seines Lebens für soziale Belange einsetzt und dessen Schwerpunkt auf Politik für Arbeiter und Solidarität für Kuba liegt, in den Wahlkampf für DIE LINKE. U.a. als Bezirksbeirat für DIE LINKE in Stuttgart-Mühlhausen bringt er sich seit Langem in die politische Arbeit ein.


Der Parteivorsitzende der Linkspartei Bernd Riexinger kandidiert im Wahlkreis IV. Der 59jährige steht der Partei seit 2012 gemeinsam mit Katja Kipping vor, wobei seine Wahl zum Parteivorstand im Jahr 2014 mit 90 % der Stimmen bestätigt wurde. Er kam über die WASG zur Linken, bis zu seinem Wechsel in die große Politik war er Geschäftsführer der Gewerkschaft ver.di in Stuttgart, eine Tätigkeit, die er mit viel Engagement und großem Erfolg ausübte.
Als gelernter Bankkaufmann war er von 1980 - 1990 freigestellter Betriebsrat bei der Leonberger Bausparkasse, danach arbeitete er für die Gewerkschaft HBV als Gewerkschaftssekretär. Sein politisches Engagement begann schon in seiner Jugend, damals erkämpfte er im Rahmen einer Jugendbewegung die Einrichtung eines selbstverwalteten Jugendhauses in Weil der Stadt, wo er aufwuchs, und er ist stolz darauf, dass dieses auch heute noch existiert und immer noch selbstverwaltet wird.


Wie alle anderen KandiatInnen hält auch er eine starke linke Opposition im Landtag für sehr wichtig, da es nur so zu dem dringend nötigen Politikwechsel im Land kommen kann. „Wir brauchen endlich eine wirklich rote Partei im Landtag!“
Gemeinsam mit den ErsatzkandidatInnen Ursula Beck, Barbara Rochlitzer, Max Kemnitz und Paul Russmann fühlt sich DIE LINKE nun gut aufgestellt für den Wahlkampf und hofft auf einen Einzug in den Landtag. Schließlich sei sie „die Anwältin der kleinen Leute“, wie Paul Russmann in seiner Vorstellungsrede sagte. Selbst der Papst habe erkannt, dass das System Kapitalismus tötet und die Menschheit dringend andere Formen des friedlichen Zusammenlebens finden muss.