West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Kinderklinik in Samara/Russland bekommt Krankenwagen
Stuttgart, 21.10.2014, L.K. Die West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. stellte heute auf dem Marktplatz eine der größte Aktionen in ihrer Geschichte vor: Dank des Nachlasses des Stuttgarter Mitglieds Klaus Müller konnten seit geraumer Zeit verschiedene Projekte in und mit Stuttgarts Partnerstadt Samara/Russland realisiert werden. Derzeit wird dort eine Anlaufstation für Kinder mit einer angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (CLEFT) geschaffen. Nach den erforderlichen Operationen ist eine spezielle Sprachtherapie erforderlich. Eine Anlaufstelle dafür wird noch in diesem Jahr begonnen und realisiert.
Der Verein konnte für diese Station einen Ford-Transit erwerben, ebenso einen Krankenwagen für die Kinderklinik Samara. Der Landesvorsitzende der WOG BW Jörg Tauss und Hanspeter Neuner stellten die Fahrzeuge heute bei einem Glas Sekt der Öffentlichkeit vor, ab Donnerstag werden sie von 6 Mitgliedern der WOG nach Samara überführt - immerhin 3500 km liegen vor ihnen.
Wie Jörg Tauss berichtet, können die Operationen der CLEFT-Kinder vor Ort problemlos durchgeführt werden, die umfassende Sprachtherapie, die danach notwendig ist, konnte bisher jedoch nicht stattfinden. Im vergangenen Sommer hielten sich auf Einladung der WOG BW die Logopädin Olesia Davydova und der Arzt Alexandr Sergen aus Samara zwei Wochen lang in Baiersbronn auf. Im dortigen Therapiezentrum Iven, das über international anerkannte Fachkompetenz für diese spezielle Sprachtherapie verfügt, informierten sie sich über die postoperativen Behandlungsmethoden. Der gespendete Ford-Transit wird es den CLEFT-Kindern künftig ermöglichen, zur Therapie zu kommen, da es viele Familien vor Probleme stellt, den Weg dorthin zu machen.
Der Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. (BDWO) wurde im Oktober 1996 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 Vereinigungen und Initiativen, die sich für die Vertiefung der Beziehungen zu den Menschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einsetzen. So organisieren sie beispielsweise Initiativen auf dem Gebiet der humanitären Hilfe, Schüler- und Studentenaustausch, kulturelle Veranstaltungen und Fachtagungen etc. zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und freut sich über Interessenten.