Massive Angriffe auf Rojava
Auseinandersetzungen in Kobanê halten weiter an

Stuttgart, 13.7.2014
ANF, 08.07.2014, ISKU. Die Angriffe der islamistischen Gruppierung ISIS auf die Demokratisch-Autonome Verwaltung von Rojava halten weiter an. Bei den Auseinandersetzungen mit den Volksverteidigungseinheiten (YPG) in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli, die sich nach einem Angriff der Islamisten auf das Evdikê im Osten von Kobanê ereigneten, sollen zwei Panzer der ISIS zerstört worden sein. Wie viele Tote und Verletzte es auf beiden Seiten gab ist bisher unklar.
Im einem anderen Dorf, Ebû Surra, ebenfalls östlich von Kobanê, verübten Mitglieder der ISIS am Morgen des 8. Juli einen Selbstmordanschlag auf einen Kontrollpunkt der YPG. Dabei sind mindestens vier Mitglieder der YPG ums Leben gekommen. Ein weiterer Selbstmordanschlag der Islamisten im Dorf Kurik konnte in letzter Sekunde vereitelt werden.
Die Angriffe der ISIS auf die Demokratisch-Autonome Verwaltung von Rojava waren am 2. Juli wieder entflammt. Bei den Angriffen setzen die Islamisten auch Panzer und schwere Waffen ein, die sie vermutlich bei Einnahme von Mosul und weiterer Städte im Irak von der irakischen Armee erbeutet und anschließend nach Syrien transportiert hatten.
Die NAV-DEM verurteilt auf schärfste die Angriffe durch die IS, welche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind – diese müssen ein sofortiges Ende finden. Es droht ein neuer Genozid nicht nur an der kurdischen Bevölkerung, sondern auch an alle anderen Bevölkerungsgruppen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Der Schutz so wie die Verteidigung der Menschen ist unabdingbar und muss sofort gewährt werden. Darüber hinaus fordern wir, dass die internationalen Staatengemeinschaften endlich handeln und diesen Unmenschlichkeiten Einhalt bieten. Vor allem die Bundesrepublik Deutschland steht hier in großer Verantwortung, da viele hier lebenden Kurden, deutsche Staatsbürger sind und den Schutz ihrer
Verwandten/Bekannten in der Heimat, auch als ihren Schutz definieren.
Das sofortige Handeln zum Schutz und zur Verhinderung weitere Massaker ist unabdingbar - Das Vorgehen und dem Einhalt bieten gegen dieser Banden der Unmenschlichkeit ist eine Pflicht und Verantwortung für die Demokratie und Menschlichkeit.
Deswegen rufen wir sämtliche demokratisch-fortschrittliche Organisationen, Institutionen, Menschrechtsorganisationen sowie und vor allem die internationale Staatengemeinschaft sprich die Vereinten Nationen dazu auf, die entsprechenden Handlungen und Maßnahmen zu veranlassen um diesen zu verhindern.
Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Menschenverachtung - Zusammen für Demokratie und Menschlichkeit.

Die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel (Die Linke) findet es problematisch, wenn die KurdInnen in den syrischen Gebieten nun die Internat. Gemeinschaft aufrufen militärisch einzugreifen, schließlich haben sie bisher militärische Interventionen von außen im Syrien-Krieg abgelehnt, was richtig ist! Ein Eingreifen der NATO o.a. wäre fatal, denn eines ist sicher, noch nie lag es im Interesse der westlichen Großmächte und NATO, dass die Kurden und Kurdinnen geschützt werden oder sie einen eigenen Staat geschweige denn eine grosse Autonomie erhalten! Immer hat die NATO ihren Partner Türkei unterstützt mit Waffenlieferungen, Panzer etc. im Bürgerkrieg gegen die KurdInnen, was soll sich daran geändert haben? Ein Eingreifen würde nur unter Bedingungen der eigenen, imperialen Interessen stattfinden und am Ende wären die KurdInnen wieder Verlierer und noch mehr gespalten als jetzt, so wie im Irak zu Zeiten vor und nach Hussein.....wir brauchen einen Stopp der Unterstützung von Saudi-Arabien und Katar für ISIS und andere fundamentalistische Terrorgruppen, alle Welt weiß das, aber ohne Konsequenzen, Bundesregierung und USA kooperieren fleißig und schicken Panzer etc...an diese Länder, das wäre viel effektiver, denn woher hat die ISIS so viel schweres Gerät?? Das ist nicht alles erbeutet im Irak, sie hatten von Anfang an eine gute militärische Ausstattung sonst wäre diese Erfolge im Irak gar nicht möglich gewesen. Es ist auch bekannt, dass die türkische Regierung fundamentalistische Gruppen in Syrien unterstützt, um gegen die autonomen Gebiete der KurdInnen vorzugehen, also da hätte die NATO doch Einfluß auf die Türkei!!