

Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Verkehrsausschusses Winfried Hermann (Grüne), Regisseur Klaus Hemmerle und Matthias Oomen, Bundespressesprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN traten als Redner auf. Die Forderung nach einer anderen Politik – mehr Transparenz und vor allem mehr Bürgerbeteiligung und Demokratie – wurde laut. „Wahltag ist Zahltag“, „-Tunnelparteien abwählen“ ist auf den Plakaten der GegnerInnen zu lesen.
Stadtrat Hannes Rockenbauch (SÖS) brachte es in einem Interview, das er der ARD gab, auf den Punkt: „Wir haben jetzt die geniale Chance, nach 57 Jahren schwarz-gelb vielleicht wegzukriegen, und die werden wir nutzen. Aber egal, wie die Wahl ausgeht – die Proteste werden weiter gehen. Wir wollen diesen schlechten Bahnhof nicht.“
Verkehrsministerin Gönner kritisierte laut Stuttgarter Nachrichten die Proteste, weil es den DemonstrantInnen nicht mehr nur um den Bahnhof, sondern um die Landtagswahl am 27.3.11 gehe. Derweil stärkte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrem Parteifreund Stefan Mappus den Rücken, indem sie erklärte, er müsse Ministerpräsident von Baden-Württemberg bleiben.
29.01.2011 Liane Krusche